INHALTSVERZEICHNIS
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Vorsätze
3
Magazin
6 Berichte,
Veranstaltungen, Neue Bücher, Neue Medien
Thema
22
Der Linzer "Wissensturm" im Gespräch
Diessl, Manfred; Hummer, Hubert; Stang, Richard
26
Abstract:
Deutsch
English
Zur Geschichte des Lernortbegriffs in der Berufs- und Erwachsenenbildung
Pätzold, Günter; Goerke, Deborah
Der Begriff Lernort wurde vom Deutschen Bildungsrat 1974 in die pädagogische Fachsprache und den bildungspolitischen Sprachgebrauch eingeführt. Die von der Bildungskommission genannten Lernorte (Schule, Betrieb, Lehrwerkstatt und Studio) erhalten durch ihre unterschiedlichen pädagogischen Funktionen im Lernprozess ihre Spezifität. Zunächst im Bereich der beruflichen Bildung beheimatet wurde der Begriff später auch in der Erwachsenenbildung rezipiert. Dort gibt es eine Fülle von Lernorten, gerade im Bereich des informellen Lernens. Eine Pointe des Textes ist: Wurden Lern- und Arbeitsort im Zuge der Entstehung des dualen Berufsbildungssystems getrennt, treten sie durch die Neuen Medien vermehrt wieder zusammen.
The term learning place was introduced into the peadagogical professional jargon and into education political linguistic usage by the German education council in 1974. The learning places named by the German education council (school, company, apprenticeship workshop and studio) gain their specifity through their different paedagogical functions in the learning process. Initially home in the area of vocational education, the term was later also adapted by adult education. That is where there is an abundance of learning places, especially in the area of informal learning. A punch line of the contribution is: Whereas the learning and working place have been separated by the development of the dual vocational education system, they appear augmented together through the new media.
29
Abstract:
Deutsch
English
Zur Aufgabe von Lernorten im lebenslangen Lernen
Nuissl, Ekkehard
Für den Autor ist der Lernortbegriff wie ein Omnibus: Im lebenslangen Lernen wird immer und überall gelernt. Dennoch ist der Begriff als Betrachtungsperspektive und als heuristischer Schlüssel wichtig. Der Autor geht den unterschiedlichen Facetten des Begriffes nach und formuliert Aufgaben von Lernorten, gerade im entgrenzten Lernraum des lebenslangen Lernens. Er verweist durchaus kritisch auf einzelne Auswüchse der Lernortentwicklung, bei denen die didaktische Gestaltung hintangestellt wurde.
For the author the term of learning place is like a bus: In lifelong learning there is learning always and everywhere. Anyhow the term is important as a perspective for contemplation and as a heuristic key. The author goes into the matter of the different facets of the term and formulates tasks of learning places, especially in the borderless learning area of lifelong learning. He critically points out by all means several excesses of the learning place development, where the didactical figuration has not been prioritized.
32
Abstract:
Deutsch
English
Erlebnisorientierte Lernorte und ihre Potenziale für ein nachhaltiges Lernen
Freericks, Renate
Der Beitrag stellt erlebnisorientierte Lernorte vor wie Museen, Science Center, Zoos, Themenparks, aber auch Brandlands und Urban Entertainment Center. Diese Lernorte ergänzen formales Lernen und bieten Raum für selbstgesteuertes und stark emotional fundiertes Lernen. Es werden Anforderungen an derartige hybride Ansätze aus Bildung und Unterhaltung formuliert. Die Einschätzungen beruhen auf den Ergebnissen eines vom Bundesbildungsministerium geförderten Forschungsprojektes, das auf die Aktivierung und Qualifizierung erlebnisorientierter Lernorte zielte. In dessen Rahmen hat sich gezeigt, dass die Lernangebote innerhalb von Erlebniswelten eine hohe Akzeptanz erfahren und im Hinblick auf nachhaltiges Lernen ausgebaut werden können.
The contribution introduces experience orientated learning places such as museums, science centers, zoos, theme parks, but also Brandlands and Urban Entertainment Centers. These learning places complement formal learning and offer room for self-controlled and strong emotionally established learning. Requirements for such hybrid basic approaches are formulated by education and entertainment. These assessments rest upon the results of a research project funded by the Federal Ministry of Education and Research, which targeted on the activation and qualification of experience orientated learning places. In its frame work it has been shown that the learning offers receive high acceptance within the worlds of experience and that they can be fully developed in view of sustainable learning.
36
Abstract:
Deutsch
English
Der Lernort Unternehmen als relationaler Raum
Hammer, Veronika
Menschen konstituieren Lernorte selbst, wenn eine relationale Raumperspektive den Ausgangspunkt ihres Handelns bildet. Raum kann im Lernort Unternehmen durch Weiterbildungsprozesse relational strukturiert werden. Spacings, Synthesen und die daraus erfolgende Dynamisierung von Lernorten eröffnen Möglichkeiten, die zum verstärkten Austausch von Erfahrungen beitragen. Diesen Erfahrungsaustausch bewerten Weiterbildungsteilnehmern positiv, weil er in der Nähe des Arbeitsplatzes, über einen längeren Zeitraum hinweg, mit anderen Teilnehmern zusammen stattfindet, Routinen durchbricht und in die Unternehmenskultur eingebunden ist. Die Teilnehmenden gewinnen aus dem relationalen Lernprozess einen Kompetenzzuwachs und das Unternehmen erhält neue produktive Ergebnisse zur Lösung einer betrieblichen Fragestellung.
People constitute learning places themselves when a relational room perspective is the starting point of their action. Room in the learning place company can be relationally structured by further education processes. Spacings, syntheses and the consequently following dynamisation of learning places open up possibilities which contribute to a reinforced exchange of experiences. Participants of further education positively evaluate this exchange of experiences because it takes place near the work place over a long time period and it is carried out together with other participants. Furthermore it breaks through routines and is integrated in the company’s culture. The participants gain growth in competency from the relational learning process and the company obtains new productive results for the solution of an operational interrogation.
39
Abstract:
Deutsch
English
Wie Kontextmerkmale Lernprozesse unterstützen
Neidhardt, Heike
Ausgehend von konstruktivistischen, neurophysiologischen und lernpsychologischen Überlegungen muss als eigentlicher Lernort der Mensch bezeichnet werden, denn nur in ihm findet Lernen statt. Zugleich aber erfolgt Lernen immer im Wechselspiel mit kontextuellen Faktoren. Die äußere Umgebung – und damit auch lokale Gegebenheiten – beeinflussen die Verarbeitung von Informationen. Hierzu werden drei Beispiele genannt: (1) Die Loci-Methode verknüpft Gedächtnisinhalte mit Orten. (2) Die Ähnlichkeit eines Lernraums mit einem Prüfungsraum befördert den Wissensabruf bei Prüfungen. (3) Generell positive Atmosphäre befördert den Lernerfolg. Die Autorin plädiert dafür, Sorgfalt auf die Auswahl und Gestaltung von »Orten der Lernermöglichung« zu verwenden, und spricht zukünftigen Forschungsbedarf an.
Starting from constructivist, neurophysiologic and learning psychological deliberations the actual learning place should be described as the human being because only within him is where the learning takes place. Unanimously though, learning is always carried out in interaction with contextual factors. The outer environment – and therewith also local conditions – influence the processing of information. Hereunto three examples are named: (1) The Loci method links memory contents with places. (2) The similarity affinity of a learning place with an exam room promotes knowledge retrieval at exams. (3) Generally a positive atmosphere promotes the learning success. The author pleads for using accuracy concerning the selection and design of »places of learning facilitation« and she addresses future research needs.
Über die Zusammenhänge zwischen sozialräumlichen Strukturen und der Nutzung städtischer Lernorte am Beispiel der Stadt Bochum
Feldmann, Henning; Hartkopf, Emanuel
Forum
45
Abstract:
Deutsch
English
Lattke, Susanne
Etymologisch betrachtet bezeichnet »Validierung« einen Prozess, durch den einer Sache Robustheit oder Wert verliehen wird. Im Bildungsbereich zielt das – hier in der Serie »Glossar« zur Diskussion stehende – Wort auf den Prozess der Anerkennung und des Verwertbar-Machens informell erworbener Kompetenzen. Der Begriff »Validierung« ist damit das Pendant im Bereich des informellen Lernens zur »Zertifizierung« in Zusamenhängen der formalen Bildung
Etymologically contemplated, »validation« labels a process though which an object is awarded sturdiness or worthiness. In the educational area the word - under consideration listed in the series »glossary« here – aims at the process of acknowledgement and on making use of informally acquired competencies. The term »validation« is therewith the counterpart in the area of informal learning for »certification« in contexts of formal education.
48
Abstract:
Deutsch
English
Podiumsdiskussionen als Unart der Tagungskultur - ein Erfahrungsbericht
Berzbach, Frank
Eine Glosse über Podiumsdiskussionen als meist unerfreulichem Teil von Tagungen und Konferenzen. Wegen unprofessioneller Moderation, einem übergroßen Harmoniebedürfnis und mangelnder Sprachbegabung der Diskutanten bleibt das Format in der Wahrnehmung des Autors hinter seinen Ansprüchen zurück, die da lauten: ein »spannendes« Gespräch zu inszenieren, Gegner zusammenzubringen, Unterschiede sichtbar zu machen oder Konsens herzustellen.
A gloss on the panel discussions as a mostly joyless part of congresses and conferences. Due to nonprofessional moderation, an oversized need for harmony and the participants’ gift for languages, the format of perception of the author releases its claims, which goes as following: To stage a »fascinating« dialogue, bringing opponents together, making differences transparent or bringing about consensus
Nachwörter